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Gellep-Stratum
Aus Krefeld Wiki
Gellep-Stratum ist der südöstlichste Stadtteil von Krefeld. Die Einwohnerzahl beträgt 2.951 (Stand vom 31. Dezember 2003). Beim ubischen Dorf Gelduba errichteten die Römer das Kastell Gelduba. Der Ort wurde später durch die Bataver zerstört, danach folgten zwei neue Siedlungen nördlich und südlich des Kastells.
Der römischen Zeit schloss sich eine Besiedlung durch die Franken an. Albert Steeger entdeckte 1937 ein Gräberfeld mit römischen und fränkischen Gräbern. Bisher wurden hier über 6.000 Gräber ausgehoben, darunter das Grab des fränkischen Fürsten „Arpvar“ mit reichhaltigem Goldschmuck und einem goldenen Spangenhelm sowie die Gräber sarmatischer Legionäre.
Die Funde aus dem 5. Jahrhundert zeigen, dass die römische Glasbläserkunst von den Franken erlernt und auch in den Wirren der Völkerwanderung weitergegeben wurde. Demgegenüber legen die Funde nahe, dass das Wissen über die Herstellung der römischen terra sigillata im Laufe des 5. Jahrhunderts verloren ging.
Die Funde aus Gellep sind heute im Niederrheinischen Landschaftsmuseum im Museumszentrum Burg Linn zu besichtigen.
In den Jahren 904 und 910 taucht Gellep in Urkunden des Stiftes Kaiserswerth auf.
1906 wurde in Linn der Krefelder Rheinhafen gebaut und in Betrieb genommen. Die viel spätere Erweiterung des Hafens führt bis nach Gellep, wo heute das Wendebecken des Hafens liegt.
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